GURKEN – Interessantes und Skurriles

Zum einen sind sie gesund, zum anderen erschrecken sie Katzen!

Was hat es mit der “Cucumis sativus” auf sich? 

Gurken sind immer eine willkommene Erfrischung, denn durch ihren hohen Wassergehalt versorgen sie unseren Körper mit viel Flüssigkeit. Der hohe Wassergehalt sorgt auch dafür, dass Gurken nur wenige Kalorien haben. Die gesunden Schlankmacher darf man sich also ruhig in größeren Mengen und auch während Diäten ohne Schuldgefühle schmecken lassen. Aufgrund der in Gurken enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe tut man seinem Körper außerdem mit jeder Scheibe Gurke etwas Gutes.

Was man unter “Saure-Gurken-Zeit” versteht
und wie sie entstand

Lebensmittel sauer einzulegen, war eine frühe Methode, um diese länger haltbar zu machen. So konnte das Gemüse über den langen Sommer bis in den kargen Winter konserviert und gerettet werden.
Wenn im Winter wegen der Kälte kein Gemüse- und Obstanbau möglich war, konnten die Menschen auf die sauer eingelegten Gurken zurückgreifen und brauchten keinen Hunger leiden.
Als “Saure-Gurken-Zeit” wird also ein Zeitraum bezeichnet, der von Verzicht und Leiden gezeichnet ist und den man eine Weile gezwungenermaßen durchstehen muss.

Schwangerschaftsgelüste

Schwangeren Frauen wird oft die Lust nach sauren Gurken nachgesagt. Kein Wunder, denn besonders in der Schwangerschaft benötigt der Körper zusätzliche Nährstoffe, Wasser, Kalium und vor allem Vitamin C. Zwar hat jede Schwangere ihre eigenen Gelüste, aber die saure Gurke scheint vielen Babys besonders gut zu schmecken.

Wirtschaftliche Bedeutung der Gurke:

Im Jahr 2017 wurden laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen weltweit 83,8 Millionen Tonnen Gurken (einschließlich Gewürzgurken) geerntet. Die zehn größten Produzenten ernteten zusammen 90,1 % der Welternte. China allein erntete 77,4 % der Welternte. Die größten europäischen Produzenten waren Spanien und Polen.

2016 wurden etwa 465.775 Tonnen frische Gurken nach Deutschland importiert.

Verbreitung und Herkunft:

Die Heimat der Gurke liegt wahrscheinlich in Indien, wo sie etwa um 1500 v. Chr. domestiziert wurde. Die hier heimische Varietät “Cucumis sativus var. hardwickii” ist mit den Kulturformen frei kreuzbar. Von Indien hat sie sich in alle warmen Gebiete der Alten Welt ausgebreitet.Aus dem Irak sind Beschreibungen der Gurke aus der Zeit um 600 v. Chr. bekannt, aus dem Mittelmeergebiet von 200 v. Chr. Einige Forscher vertreten die Auffassung, dass die Gurke in Ägypten nicht nur aus der Amarna-Zeit, sondern sogar schon zur Zeit des Alten Reiches bekannt war. Jedoch ist die eindeutige Identifikation von Gurken auf bildlichen Darstellungen oder bei archäologischen Samenfunden unsicher,
es kann sich hierbei auch um eine Melonenart gehandelt haben.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gurke
https://www.kuehne.de/gurken
https://www.geo.de/geolino/redewendungen/15187-rtkl-redewendung-saure-gurken-zeit

Der Feind der Katzen

Katzen haben angeblich sieben Leben. Dennoch gibt es etwas, was ihnen große Angst macht: Gurken!

Dass sie Angst vor Wasser und manchmal vor Hunden haben, ist bekannt. Doch nun stellt sich heraus: Was vielen Katzen einen besonders großen Schreck einjagt, sind Gurken. Was ungeheuerlich klingt, dokumentieren inzwischen etliche Videos im Internet. Während ihre Katze zum Beispiel arglos am Napf frisst, legen Besitzer heimlich eine Gurke hinter sie – und schauen zu, wie die Mieze kurze Zeit später vor Schreck wie ein Flummi in die Luft springt. Manche Betrachter stellen auch Theorien auf, warum ausgerechnet Gurken das Grauen für Katzen bedeuten sollen. Besonders häufig wird vermutet, dass das längliche Gemüse sie an eine Schlange erinnert. Auf die reagieren die Samtpfoten nämlich ähnlich.

 

Nicht jede Hauskatze fällt auf den Streich herein:
„Katzen sind von Natur aus fremden Dingen gegenüber eher skeptisch“, erklärt Heimtier-Referent Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund.
„Es handelt sich also einfach nur um den Überraschungseffekt in Kombination mit einem den Katzen fremden Gegenstand“.
Menschen würden in so einer Situation genauso erschrecken, betont er.
„Dass die Katze die Gurke mit einer gefährlichen Schlange verwechselt, wie oftmals angenommen wird, ist jedoch etwas weit hergeholt.“

Das sieht auch Veterinärmedizinerin Hildegard Jung so:
„Es würde höchstwahrscheinlich mit jedem anderen Gegenstand, den die Katze nicht kennt und der sich nicht durch Geruch vorab verrät, so wirken“,
erklärt die Tierärztin aus München, die auf Verhaltenstherapie spezialisiert ist. Eine Gurke bewege sich schließlich auch nicht, anders als eine Schlange.

„Für die Katze ist das Ganze weitaus weniger amüsant, als es auf den Betrachter wirken mag“, meint auch Katzenexperte Tünte.
„Der heftige Schreck verursacht in der Katze eine Fluchtreaktion, mit Anstieg des Blutdrucks, des Herzschlags und mit Erhöhung der Muskelaktivität.“
Unter anderem werde auch die Darmtätigkeit erhöht.

Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article149688883/Das-letzte-Geheimnis-der-Katzen-sind-Gurken.html